1. Charakterisiere die Beziehung von Hans Giebelrath zu Hermann Heilner! Welche unterschiedlichen St

Zu 1.)

Hermann Heilner will nicht das sein, was er ist, er hat zwar das Examen bestanden und geht deshalb auf diese Schule, doch er lernt nicht außerhalb der Stunden und bezeichnet die anderen als Streber, die dieses tun. Dennoch ist er fähig und kann immer Antwort geben, was er bei anderen verachtet und nicht gutheißt, aber selber tut. Er regt sich über den Unterricht auf. Nach seinem Erachten ist der griechisch Unterricht, die angewandten Methoden mit dem endlosen Zerlegen und wiederholen der Sätze sinnlos, was er anders machen würde aber sagt er nicht. Er ist sozusagen die „faule“ Meckerliese des Klosters, wobei auch er nicht wirklich faul ist und alles andere als dumm. Sein Verhalten ist also:  Kaum Arbeiten, alternative Unterrichtsmethoden (keine genauen Angeben in welcher Form) und über Poesie nachdenken, er dichtet gern.

Hans Giebelrath ist da ganz anders als Hermann, er ist nicht faul. Er arbeitet ohne murren, ihn stören die Unterrichtsmethoden nicht und er ist mit seinem Leben zufrieden. Im Grunde ein einfacher Geist ohne große Komplexität. Er will seine Eltern nicht enttäuschen und erfüllt alle Anforderungen seines Vaters.

 

Die Beziehung der Beiden ist im Grunde in Kapitel 3 und 4 im Anfangsstadium, sie lernen sich dort erst kennen. Sie sind Stubengenossen, mehr ist anfangs auch nicht. Im Laufe der Zeit bilden sich Freundschaften unter den anderen Jungs. Nur diese Beiden bilden keine mit anderen Jungen. Hans geht gern spazieren und Hermann verzieht sich zu einem Weiher im Wald. Hierbei treffen sich die Beiden das erste Mal außerhalb des gezwungenen Alltags des Klosters und beginnen ein Gespräch. Ab hier beginnt eine andere Phase der Beziehung, Hans beginnt Hermann zu verstehen und am Ende des Tages verbindet sie nach der Prügelei in ihrer Stube Hellas schon eine kleine Freundschaft, die sich immer weiter aufbaut.

Bis einige Zeit später sich Heilner einen schweren Fehltritt leistet und einen anderen Schüler misshandelt. Dafür wird dieser schwer bestraft. Daraufhin meidet ihn jeder, auch Hans, und ihre Freundschaft geht deswegen fast zu Bruch. Doch die Freundschaft rettet sich wieder und die Beiden bleiben mehr und mehr zusammen. Hans lässt sich von der Faulheit Hermanns anstecken und wird auch zwischenzeitlich zum Ephorus gerufen, er will den Jungen von Hermann trennen und dessen schlechtem Einfluss ein Ende machen. Hans weigert sich und isoliert sich so immer mehr von den anderen Jungen. Einen Höhepunkt der Beziehung betritt sich, als Heilner der Umgang mit Giebelrath untersagt wird. Heilner hält sich natürlich nicht daran und es endet wieder in einer Strafe. Zu guter Letzt flüchtet Heilner auch noch aus dem Kloster und wird nur durch Glück gefunden und zurück gebracht, er wird von der Schule geworfen. Hans geht es danach nicht besser, er war durch seine Beziehung mit Hermann und dessen schlechten Einfluss faul geworden. Auch geht es ihm gesundheitlich nicht mehr so gut und die Lehrer werfen ihm vor, er habe von Hermanns Flucht gewusst, er ist verachtet und wird zum „Aussätzigen“.

7.6.08 21:14

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