Lebenskonflikt von Hans Giebenrath?

Hans Giebrath, die Hauptperson des Romans „Unterm Rad“, ist ein gelehriger, fleißiger und normaler Junge. Aber dadurch, dass er nur mit Lernen, Schule und Angeln  beschäftigt ist, hat er kein soziales Bewusstsein. Er hat, wie man damals gesagt hätte, kein „Rückrad“. Er folgt einfach dem, was sein Vater sagt. Selbständigkeit ist fremd, auch hat er keine eigene Persönlichkeit. Dadurch hat er keine Freunde, kein privates Leben, nur seine Schule und als Freizeit das Angeln und Spazierengehen. Sein Vater unternimmt nichts mit ihm, er soll nur lernen, alles zu beherrschen, schaffen ist angesagt und das immer auf Abruf. Deshalb wird unterdrückt und ausgegrenzt von anderen Gleichaltrigen. Ein Selbstwertgefühl ist nicht vorhanden.  Die Anderen sind vielleicht neidisch auf den Jungen, vielleicht auch nicht. Er hat keine Gelegenheit sich mit jemandem anzufreunden. Alle Lehrer geben ihm Zusatzstunden und er verbringt die wenige Freizeit mit angeln oder spazieren gehen und denkt dabei noch über Schule nach. Hans schaltet niemals ab. Das ist sein Konflikt, er darf und kann nicht ab-schalten und mal seine Freizeit genießen. Alle erwarten von ihm, dass er alles weiß oder kann.

6.6.08 16:50

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